Mein August 2025 – Zwischen Tippis, Schulstart und Krankenhaus

Hallo,

ich sitze gerade mit einer Tasse warmem Tee an meinem Schreibtisch (ja, auch im Spätsommer – Ayurveda lässt grüßen!) und schaue auf den August zurück. Es ist mein allererster Monat, den ich in Form eines Monatsrückblicks festhalten möchte. Ein Format, das ich schon lange bei anderen bewundert habe. Und jetzt wage ich es selbst.

Der August hatte es in sich: von sengender Sommerhitze über kreative Projekte, einem neuen Kurs-Launch, bis hin zu einem stressigen Schulstart und einer Notaufnahme am letzten Tag des Monats. Willkommen in meinem ganz normalen Happy Ayurveda Family Alltag!

35 Grad und ein Pinsel in der Hand

Wenn du dir den August vorstellst, dann wahrscheinlich mit Eis, See und Sonnencreme. War bei mir ähnlich, außer an zwei Tagen. Mitten in der heißesten Woche habe ich beschlossen meiner Vata-Kreativität freien Lauf zu lassen und habe mich gemeldet, zwei Holztippies im Kindergarten meines Sohnes zu streichen. De sahen nicht mehr schön und einladend zum Spielen im Garten aus. Und so kam es dann: 35 Grad in der glühenden Sonne und ich mittendrin mit Farbeimern und Pinseln. Natürlich ohne Sonnencreme an dem Tag! Und ich habe mir richtig den Rücken verbrannt. Mein Pitta hatte die gesamte To-Do-Liste für August im Kopf und ich wollte vor dem Schulstart und Ende meiner Elternzeit einen Schlussstrich unter dieses Projekt setzen.

Natürlich dachte ich mir zwischendurch: Warum mache ich das eigentlich bei dieser Hitze? Aber irgendwie war es auch schön. Die Erzieherinnen hatten mit den Kids extra einen Ausflug geplant, dass ich in Ruhe pinseln kann. Etwas Bleibendes für die Kinder schaffen hat mich extrem angespornt. Ayurveda-Lifestyle sei Dank habe ich abends meinen Sonnenbrand gut behandelt, den Rest des Tages viel Wasser getrunken und mich im Schatten und Pool im Garten aufgehalten. Abends gab es dann kühlende Speisen, damit mein inneres Pitta nicht noch mehr explodiert.

Neue Energie durch die Content Society

Mit Farbe an den Fingern und Sonne im Nacken habe ich parallel etwas gestartet, das mir unglaublich viel Motivation gegeben hat: Ich bin Teil der Content Society von Judith Peters geworden!

Für mich bedeutet das: Bloggen nicht mehr alleine im stillen Kämmerlein, sondern mit Struktur, Inspiration und einer Community, die genauso verrückt nach Texten ist wie ich.

Schon in den ersten Wochen habe ich gemerkt: Bloggen kann leicht sein. Es darf Spaß machen. Und es ist der Schlüssel, um all die Ideen, die in meinem Kopf herumfliegen, endlich nach draußen zu bringen. Meine Zweifel und Fragen „Darf ich das Bloggen? Möchte dieses und jenes Thema überhaupt jemand lesen? haben sich aufgelöst, als ich gesehen habe, was andere alles so verbloggen. Ich habe tatsächlich zwischen Pinselstrichen und Kinderabholungen nebenbei Blogartikel geschrieben. Multitasking-Mama eben. Nicht ayurvedisch im Ansatz, aber begleitet durch den Ayurveda.

Happy & Healthy Travel – mein neuer Kurs geht online!

Kurz vor Schulstart habe ich dann noch ein weiteres Projekt umgesetzt. Vata-Wirbel im Kopf, ob es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, habe ich mich doch dazu entschieden ein neues Projekt zu veröffentlichen: Am 13. August, also zwei Tage vor Ende meiner Elternzeit und Gesamtkonferenz, habe ich meinen neuen Onlinekurs Happy & Healthy Travel gelauncht.

Der Kurs ist für Familien (und auch Alleinreisende), die im Urlaub nicht von Bauchweh, Sonnenbrand oder Reiseübelkeit überrascht werden wollen. Ich habe alles hineingepackt, was ich selbst schon erlebt habe, inklusive Ayurveda-Tipps, die wirklich funktionieren.

Der Launch war nicht spektakulär, sondern entspannt! Für das passende Instagramm-Reel habe ich mich in unseren Pool im Garten gesetzt und auf „Aufnahme“ gedrückt. Ich dachte, dass wird schnell gehen, den Kurs vorzustellen. 40 Minuten später hatte ich es endlich geschafft. Meine armen Nachbarn die sich ungefähr 5349 Mal anhören mussten: „Endlich Urlaub: Sommer, Sonne, Sonnenschein, leckere Cocktails…“ Ach Mist, Auto von der Straße zu laut! Noch einmal: „Endlich Urlaub: Sommer, Sonne, Sonnenschmein…“ Ahhh! Verbabbelt! Und nochmal… Hier kannst du dir das fertige Werk und den Kurs anschauen!

Zurück an die Schule – ein neuer Abschnitt beginnt

Und dann kam der 15. August. Mein letzter Tag in der Elternzeit war vorbei, und die Schule rief. Am Abend davor war ich ein emotionales Wrack und habe ein paar Tränen verdrückt: Vorfreude gemixt mit wirklich tiefer Trauer des Endes meiner Elternzeit. Ich hatte drei wundervolle Jahre Elternzeit. Das war kein Erholungsurlaub und Entspannung, wie es viele immer sagen und vorstellen. Aber die Tatsache alles MIT meinem Kinde erlebt zu haben – von den ersten Worten, Schritten, Kuscheleinheiten etc.– gibt mir ein Gefühl von purem Glück. Und dann kamen in mir wieder die Erinnerungen an die Schule und die ersten stressigen Wochen und die Frage hoch: „Ist das immer noch so? Hat es sich geändert? Was ist, wenn nicht? Wie wird das jetzt mit Kind? Kann ich überhaupt noch unterrichten?“

Auf mich warten ein neuer Stundenplan, neue Klasse, Kollegienkonferenzen. Ich habe jetzt eine 5. Klasse übernommen, ein riesiges Stück Verantwortung und gleichzeitig eine Freude, weil ich Kinder so gerne auf ihrem Weg begleite und nun von Anfang an dabei sein kann.

Und dann war der Tag der Gesamtkonferenz da und ganz ehrlich: Der Wiedereinstieg war extrem stressig. Plötzlich wieder Unterrichtsvorbereitung, Konferenzen, Schulstart-Organisation. Die gleichen Diskussionen wie noch vor drei Jahren. Gefühlt hat sich nichts geändert und das hat mich emotional die ersten beiden Schulwochen stark beschäftigt, weil sich meine Welt komplett verändert hat. Ich kam mir vor wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“! Mein Ayurveda-Rhythmus: Komplett durcheinander! Mein Vata? Hoch Tausend.

Die erste beiden Schulwochen waren geprägt von Ruhelosigkeit, Gedankenkreisen, Listen über Listen. Ich wusste, dass ich mich erden muss und trotzdem fühlte ich mich wie ein Blatt im Herbstwind.

Familienrealität: Umstellungen und Stolpersteine

Nicht nur ich musste mich umstellen, auch mein Sohn. Nach drei Jahren „Mama immer da“ war es für ihn nicht leicht, dass ich plötzlich wieder in die Schule ging.

Morgens flossen Tränen, und abends waren wir beide erschöpft. Es war ein Monat des Loslassens und Neufindens für uns beide. Ayurveda hat mir in diesem Chaos geholfen, geduldig zu bleiben: warme Mahlzeiten, kleine Rituale am Abend und viel Kuschelzeit.

Der Knall am letzten Wochenende

Als wäre das alles nicht schon genug, endete der August mit einem echten Paukenschlag.

Um Energie loszulassen, haben wir vor dem Schlafen gehen noch eine kleine Runde Fangen gezielt. Mein Sohn liebt’s! Er rennt also kichernd durch die Wohnung, ins Schlafzimmer und stolpert. Natürlich direkt auf die Bettkante und zack: Platzwunde am Kopf. Blut, Schreck, Tränen. Und wir: abends in der Notaufnahme. Zum Glück nicht tief, es musste nicht genäht werden. Am nächsten Tag war der Zwerg schon wieder putzmunter und ist von der Couch gesprungen. Mein Mann und ich: Völlig neben der Spur! (Wenn der Adrenalin-Kick erst einmal nachlässt.) In diesen Momenten funktionieren wir super und sind ein eingespieltes Team, wobei ich definitiv emotionaler reagiere als mein Mann. Er behält hier einen klareren Kopf und dafür bin ich sehr dankbar. Als Mama ist das so schwer zu ertragen, wenn das Kind verletzt ist, krank oder leidet. Kurz um: Wir haben sonntags alle Pläne umgeschmissen und uns Ruhe gegönnt. Back to Balance mit erdenden Routinen – gerade nach solchen Schreckmomenten.

Ayurveda im August – mein Rettungsanker

Vielleicht fragst du dich: Wie habe ich das alles überstanden, ohne komplett im Chaos zu versinken?

Ganz ehrlich: manchmal gar nicht. Ich war müde, genervt, überfordert und ja, ich habe auch Tränen verdrückt. Unsere Wohnung: pures Chaos. Aber ich hatte meine kleinen Ayurveda-Anker:

Was ich aus diesem Monat gelernt habe

  1. Manchmal kommt alles auf einmal! Kita-Streichen, Blogschreiben, Kurslaunch, Schulstart…Das Leben fragt nicht, ob du gerade bereit bist.
  2. Ayurveda ist kein Zauberstab, aber ein treuer Begleiter! Ohne meine Routinen wäre ich noch mehr im Strudel untergegangen.
  3. Community macht stark! Die Content Society hat mir gezeigt: Ich muss nicht alles alleine machen. Andere haben die gleichen Struggel wie ich.
  4. Kinder brauchen Zeit! Für meinen Sohn war der Umbruch fast noch größer als für mich. Geduld ist hier Gold wert.
  5. Unperfekt ist auch okay! Der August war chaotisch, aber er war voller Leben. Und genau das möchte ich mit Happy Ayurveda Family zeigen: Ayurveda ist für echte Familien, nicht für perfekte.

Ausblick auf September

Nach diesem turbulenten August wünsche ich mir für den September mehr Ruhe. Mehr Ankommen. Mehr Erdung.

Ich möchte meine neue Klasse kennenlernen, tiefer ins Bloggen eintauchen und gleichzeitig bewusste Inseln für meine Familie schaffen. Vielleicht auch mal wieder durchatmen, ohne Listen im Kopf.

Den Ayurveda weiter in meinen Alltag einflechten. Neue Rezepte ausprobieren, die nun zu unserer neuen Lebensphase passen und unseren Alltag erleichtern.

Danke, August!

Wenn ich auf diesen Monat zurückblicke, dann war er heiß, laut, chaotisch und intensiv. Aber er war auch voller Wachstum, Kreativität und neuer Wege.

Ich habe Tippis gestrichen, meinen Kurs gelauncht, Blogartikel geschrieben, bin zurück in die Schule gegangen, habe meinen Sohn begleitet und bin mit ihm in die Notaufnahme gefahren.

Ein Monat, der mich gefordert und geformt hat.

Und genau das ist Leben, oder?

Und jetzt zu dir:
Wie war dein August? Hast du auch das Gefühl, dass der Spätsommer immer noch mal alles durcheinanderwirbelt, bevor der Herbst Ruhe bringt?

Schreib es mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu lesen.

Deine Veronika

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