Mein September 2025 – Zwischen Geburtstagskerzen, Kinder-Yoga und der Suche nach Erdung

Der September 2025 war eigentlich als mein Monat der Ruhe geplant.
Ich hatte mir vorgenommen, mehr Erdung zu finden, in einen stabileren Familienrhythmus zu kommen, mehr zu bloggen, meine neue Klasse kennenzulernen und uns allen ein bisschen mehr Raum für Ruhe zu schaffen.

Aber wie es so oft ist: Das Leben hatte andere Pläne.
Und während ich anfangs dachte, dass ich enttäuscht bin, weil vieles nicht so kam wie gedacht, merke ich jetzt am Ende des Monats: Es war trotzdem reich, voller kleiner Geschenke und Momente, die ich nicht missen möchte.

Kindergeburtstag – Zwischen Rückblick und Ausblick

Eines der größten Highlights im September war der dritte Geburtstag meines Sohnes.

Ich liebe Geburtstage per se und feiere sie so gerne. Aber Kindergeburtstage sind noch einmal eine Schippe obendrauf und für mich jedes Mal eine emotionale Achterbahnfahrt. Seit seiner Geburt gibt es diesen besonderen Tag im Jahr, an dem ich ganz automatisch in Erinnerungen eintauche:
Wann sind wir damals ins Krankenhaus gefahren? Wie habe ich mich gefühlt, als klar wurde: Jetzt geht es los? Welcher Moment hat sich besonders tief eingebrannt? Mein Mann und ich sitzen immer abends vor dem großen Tag auf der Couch, schauen uns Bilder an und schwelgen in Erinnerungen.

Es ist, als würde sich jedes Jahr eine Tür öffnen, durch die ich noch einmal zurückschaue und gleichzeitig voller Freude nach vorne blicke. Denn Geburtstage sind eben nicht nur Rückblicke, sondern auch Ausblicke.

Ich staune immer wieder darüber, was mein Sohn in einem Jahr alles gelernt hat:
Vom ersten „Mama“ bis zu seinen neuen kleinen Lieblingssprüchen „Ich kann das!“, „Mama preude mal“ (das heißt probiere mal), „Ich Mama lieb, Papa auch lieb“, die mich manchmal schmunzeln, manchmal nachdenklich machen.
Und dann dieser Stolz, wenn er mir etwas zeigt, was er zum allerersten Mal geschafft hat.

Das sind die Momente, die mir klar machen: So viel Erdung brauche ich gar nicht von außen, sie liegt schon in meiner Familie.

Ayurveda und Kindergeburtstag – Rezepte, die glücklich machen

Natürlich darf an so einem Tag auch das Essen nicht fehlen. Ich habe für den Geburtstag neue Rezepte ausprobiert. Ayurvedisch inspiriert, aber so angepasst, dass sie auch bei den kleinen Gästen gut ankommen.

Es gab ayurvedische Schokomuffins. Süß, saftig, aber nicht zu schwer. Und die kamen so gut an, dass mich jetzt Wochen nachher sogar eine Mama aus der Kita angesprochen hat: „Du musst mir unbedingt das Rezept schicken. Meine Tochter erzählt mir die ganze Zeit wie lecker die waren und ich soll sie auch mal backen“.
An der Familienfeier dann Kokos-Kirsch-Muffins mit einer fruchtigen Note, die besonders beliebt waren.
Und natürlich die Geburtstags-Schokotorte, die fast schon ein Ritual geworden ist.

Das schönste Kompliment: Es blieb kaum etwas übrig. Alles wurde gegessen, die Kinder waren happy und ich konnte mich darüber freuen, dass Ayurveda so spielerisch auch auf einem Kindergeburtstag Platz finden darf. Die gesamten Rezepte rund um den Geburtstag findest du in diesem Blogartikel.

Ayurveda heißt für mich nicht, dogmatisch alles anders zu machen. Es heißt, bewusster zu wählen und dann das Essen mit Liebe und Freude zuzubereiten.

Mein erster Stand: Happy Ayurveda Family auf dem Kinderfest

Ein ganz besonderes Abenteuer im September war mein erster eigener Stand mit der Happy Ayurveda Family auf dem Kinderfest in Rodgau.

Meine Idee: Kinder durften kleine Yoga-Übungen ausprobieren. Wenn sie drei geschafft hatten, ging es ans Glücksrad. Dort warteten kleine Gewinne: Sticker, Anhänger oder kleine Rätsel rund um mein Kinderbuch Anne und das Reich des Ayurveda.

Und was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg!

Die Kinder waren begeistert. Das Zelt mit den Yoga-Übungen war fast immer voll. Manche wollten gleich mehrere Runden drehen, weil sie so viel Spaß hatten. Und bei den Eltern habe ich gespürt: Da ist echtes Interesse, Ayurveda im Familienalltag zu leben.

Viele haben mir erzählt, dass sie Ayurveda schon mal gehört haben, aber nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Oder dass sie nach Wegen suchen, gesundes Essen und Routinen für ihre Kinder zugänglich zu machen. Genau da schlägt mein Herz höher, denn dafür gibt es Happy Ayurveda Family.

Einziger negativer Aspekt: Eine halbe Stunde nach Beginn des Festes hat es angefangen aus allen Woken zu regnen und es wurde zunehmend kälter. Bemerkenswert fand ich, dass trotz allem Familien und die Kinder gut gelaunt waren und alles an den Ständen – inklusive meinem – ausprobiert haben. Dieses Erlebnis hat mir gezeigt: Ayurveda kann man definitiv warmherzig, praktisch und für Familien erlebbar zu machen. Einen Eindruck vom Fest habe ich in diesem Reel auf meinem Instagram- Account festgehalten.

Schule: Neue Klasse, neue Dynamik

Parallel dazu lief natürlich auch die Schule weiter. Ich habe im September meine neue Klasse richtig kennengelernt.

Es gab schon die ersten tollen gemeinsamen Erlebnisse. Eine Aktionswoche mit kleinen Ausflügen, erste Projekte, das langsame Zusammenwachsen der Gruppe.
Aber natürlich auch die ersten kleinen Konflikte, die dazugehören, wenn sich Kinder neu orientieren und ihren Platz finden müssen.

Ich finde es schön zu beobachten, wie sich nach und nach ein Wir-Gefühl entwickelt. Es braucht Zeit, Geduld und immer wieder auch ein offenes Ohr. Aber am Ende lohnt es sich.

Und manchmal merke ich: Die Balance, die ich meinen Schüler*innen vermitteln möchte, brauche ich auch selbst. Ayurveda erinnert mich immer wieder daran, dass Rhythmus und Struktur nicht nur für Kinder wichtig sind, sondern für uns alle.

Familienrhythmus: Noch nicht ganz da

Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: unserem eigenen Familienrhythmus.

Der September war voll mit Terminen: (viele) Konferenzen, Geburtstag, Kinderfest plus die üblichen Termine unserer Hobbies. Irgendwie war immer etwas los.

Manchmal fühlte es sich an, als würden wir noch ein bisschen im Sommertrubel hängen, ohne so richtig in den Herbst-Modus zu kommen.
Ja, es ist schon besser geworden. Wir haben erste kleine Routinen wiedergefunden. Aber so ganz rund läuft es noch nicht.

Ich wünsche mir mehr Momente, in denen wir als Familie gemeinsam zur Ruhe kommen. Irgendwie fehlt mir gerade unbeschwerte Spielezeit mit meinem Sohn. Das einfache Sein, wie wir es in meiner Elternzeit hatten. Ich arbeite gerade daran, mir das zurückzuholen.

Wenn das Leben andere Pläne hat – Lebensmittelmotten statt Wochenendruhe

Eigentlich hatte ich mir nach all den Vorbereitungen für das Kinderfest ein entspanntes Wochenende verdient. Ein bisschen Ruhe, vielleicht ein Spaziergang, einfach mal Durchatmen.

Aber hey, das Leben hatte wieder einmal seine ganz eigenen Ideen. Letzten Monat sind wir zum Abschluss in die Notaufnahme gefahren, diesen Monat durfte ich den Samstag in der Vorratskammer verbringen: Lebensmittelmotten!

Und zwar überall! Es war widerlich! Zwischendrin habe ich echt mit dem Würgereiz gekämpft.

Der Ursprung war in einer Tüte Mandeln, die ich auf Vorrat gekauft hatte. Anstatt zu entspannen, haben wir also ganze sechs Stunden aufgeräumt, geputzt, sortiert und weggeschmissen. Wirklich alles wurde kontrolliert – von der Mehlpackung bis zur Nussdose.
Es war anstrengend, und zwischendurch hätte ich am liebsten das Handtuch geworfen. Was mich ärgert: Ich habe eine wirklich toll sortierte Kammer und schon fast alles in dichten Vorratsdosen gelagert, dass genau so ein Fall nicht auftritt. Und selbst in diese eigentlich luftdicht verschlossenen Deckel sind diese blöden Viecher hineingekrochen. Das gibt’s doch nicht!

Aber weißt du was? Am Ende war es auch ein Stückchen befreiend: Wir haben die Vorratskammer komplett neu geordnet, Platz geschaffen und uns von Altlasten getrennt.
So hat selbst dieser nervige Zwischenfall eine kleine Ayurveda-Botschaft für mich gehabt: Loslassen schafft Raum für Neues.

Rückblickend ist das sowas von passend, den ayurvedisch tauchen wir jetzt in die Vata-Saison ein. Während draußen alles durcheinandergewirbelt wird, die Winde wehen, es kühler wird, dürfen wir den Sommer gehen lassen und in die Innenschau gehen: Loslassen auf allen Ebenen.

Ayurveda im Alltag – kleine Inseln der Ruhe

Was ich aus diesem September mitnehme: Ayurveda bedeutet nicht, dass alles perfekt ausbalanciert ist.
Es bedeutet, dass wir uns immer wieder kleine Inseln der Ruhe schaffen können, mitten im Trubel und uns jederzeit wieder ausbalancieren können.

Das kann ein gemeinsames Frühstück sein, bei dem wir nicht hetzen.
Oder ein Tee am Abend, wenn alles endlich still wird.
Oder auch ein Gespräch mit anderen Eltern, bei dem ich merke: Wir alle sitzen im gleichen Boot.

Gerade in Monaten, die vollgepackt sind, zeigt mir Ayurveda den Weg zurück zu mir selbst.

Mein Fazit für den September 2025

Erdung habe ich vielleicht nicht so viel gefunden wie erhofft. Aber ich habe viel anderes gefunden:

  • Liebevolle Rückblicke beim Kindergeburtstag.
  • Freude am Teilen von Ayurveda beim Kinderfest.
  • Wachstum und Lernen in meiner neuen Klasse.
  • Trubel, aber auch kleine Ruheinseln im Familienalltag.

Und das ist auch Ayurveda: Nicht alles perfekt im Griff zu haben, sondern das Leben so anzunehmen, wie es ist und trotzdem immer wieder bewusst kleine Momente der Balance zu schaffen. Nicht umsonst, ist Ayurveda die Wissenschaft vom Leben.

Der September war voller Bewegung. Und jetzt freue ich mich auf den Oktober, in dem ich hoffentlich ein Stückchen mehr Ruhe finde. Aber wenn nicht, dann weiß ich mittlerweile: Ayurveda begleitet mich, egal wie wild das Leben gerade ist.

In dem Sinne, ich bin gespannt auf die nächsten vier Wochen und freue mich dann, wenn du wieder dabei bist und mitliest aus meinem turbulenten Alltag mit meiner Happy Ayurveda Family.

Deine Veronika

Ich kann einfach nicht an Fotospots vorbeilaufen und als bekennender Disney-Fan erst recht nicht an diesem 😉 Das Foto ist während dem Vorbereitungsshoppen zum Kinderfest im Isenburg-Zentrum entstanden

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